Facetten der Souveränität

Digitale Souveränität wird oft auf Datenstandorte und den Zugriff durch Dritte reduziert. Wer die Kontrolle über seine Infrastruktur wirklich behalten will, muss jedoch weiter denken. Der Vortrag zeigt am Beispiel von Hetzner, welche Voraussetzungen dafür jenseits von Compliance und Hosting-Standort entscheidend sind: Kontrolle über Hardware und Lieferketten, der Betrieb eigener Rechenzentren sowie Infrastrukturen, die Hybrid-Cloud-Ansätze und echte Wahlfreiheit ermöglichen. Zudem wird beleuchtet, warum auch Nachhaltigkeit Teil einer langfristig souveränen Infrastrukturstrategie ist. Ein Praxisimpuls für alle, die digitale Souveränität nicht nur juristisch oder politisch, sondern infrastrukturell verstehen wollen.

Redner

  • Stefan Weiberg
    Stefan Weiberg
    Hetzner Online GmbH

    Stefan ist Product Manager für Dedicated Server bei Hetzner Online, einem der führenden europäischen Hosting- und Infrastrukturanbieter. Er kennt digitale Infrastruktur aus unterschiedlichen Perspektiven – als Entwickler, Projektmanager und heute als Produktverantwortlicher für physische Serverinfrastruktur.
    Zuvor war er bei SUSE für Release- und Projektmanagement von SUSE Linux Enterprise verantwortlich, einschließlich der SAP-zertifizierten Servervariante, und damit an der Bereitstellung unternehmenskritischer Open-Source-Infrastruktur beteiligt. Bei der Landeshauptstadt München arbeitete er als Teil des LiMux-Teams an einem der bekanntesten Open-Source-Projekte der öffentlichen Verwaltung in Europa.

    Stefan verbindet technisches Verständnis mit strukturiertem Produktdenken und bringt eine IPMA-Zertifizierung im Projektmanagement mit. Sein Fokus liegt auf physischer Infrastruktur als Grundlage
    digitaler Souveränität – europäisch gedacht, offen anschlussfähig und ohne Vendor-Lock-in.

Datum

Apr. 21 2026

Uhrzeit

14:40 - 15:15

Raum

Königsturm