Von der Cloud ins Rack – Wie Netzautomatisierung souveräne RZ-Umgebungen ermöglicht
Viele Teams kennen heute nur noch den Komfort der Hyperscaler. Self-Service-Portale, APIs, reproduzierbare Deployments, klare Verantwortlichkeiten. Wenn Workloads zurück in eigene Rechenzentren, zu kommunalen Betreibern oder europäischen Providern wandern sollen, ist die Angst groß, diesen Komfort zu verlieren und in manuellen Tickets, Excel-Kabel-Plänen und „Könnt ihr mir mal ein VLAN machen?“ zu landen.
In diesem Vortrag möchte ich beleuchten, wie sich Infrastruktur bei einem Hosting-Provider, einer Stadtwerk-IT oder einem lokalen ISP/IXP so aufsetzen lässt, dass sie sich für interne und externe Kund:innen wie Cloud anfühlt, nur eben souverän, unter eigener Kontrolle und in EU-Rechenzentren. Anhand von Projekten mit kommunalen Betreibern und Rechenzentrumsumgebungen zeige ich, wie DCIM/IPAM-Systeme als „Source of Truth“, Automatisierungswerkzeuge als Ausführungsumgebung und Pipelines als Kontrollschicht zusammenspielen können: von Request (“neuer Mandant/Standort/Service”) zu Review, inklusive automatisiertem Rollout und Dokumentation.
Der Fokus liegt nicht auf einem perfekten Greenfield-Design, sondern auf schrittweisen Mustern für Brownfield-Umgebungen: Welche Eigenschaften machen Cloud-Infrastruktur so bequem und wie übersetzen wir genau diese Eigenschaften auf eigene Racks, Pop-Standorte und regionale Rechenzentren, damit Rückführung von Workloads, Datensouveränität und Resilienz sich nicht nach Rückschritt, sondern nach Upgrade anfühlen?
Redner
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Veit HellerPort ZeroIm Herzen immer Technologe mit den Händen im Code, führt mich das Leben oft in führende Positionen. In den letzten 15 Jahren habe ich mit vielen Freund:innen und Kolleg:innen Produkte gebaut, Firmen beraten und geleitet, Paper veröffentlicht, und meine Ideen bei Konferenzen und in Web-Artikeln geteilt.